Wandern im Schatten des Kaukasus
Wandern im Schatten des KaukasusGeorgien
„Berge der Sprache” – so wurde das Gebirgsmassiv von den Griechen genannt. Es gibt keinen einzigen Hügel, der im Kaukasus nicht seine eigenen Anekdoten erzählen kann. Die Legenden werden von den Einheimischen mit großem Spaß erzählt. Herzlich willkommen in Georgien.
Auf einen Blick
Highlights:
Natur pur: Abwechslungsreiche Wanderungen zwischen Kachetien und Swanetien
Höhlenklöster, Kirchen, Kathedralen – Besuch mehrerer UNESCO-Weltkulturerbestätten
In vino veritas: Besuch eines biologischen Familienweinguts mit Verkostung sowie Einblick in die Herstellung der berühmten Qvevri Weinkrüge
Begegnung mit einer Filz-Künstlerin und Gespräche miteinem Priesterund Naturschützern
Reiseziel: Europa Georgien
Reisedauer: 15 Tage
Teilnehmerzahl: min. 6 max. 12
ab 3220 €
pro Person
Reiseablauf
1. Tag: Flug nach Georgien
Flug via Istanbul von Frankfurt nach Tiflis, der Hauptstadt Georgiens.
Ankunft voraussichtlich am frühen Morgen des nächsten Tages.
2. Tag: Die Altstadt von Tiflis
Unsere Reiseleitung begrüßt uns am Flughafen in Tiflis. Fahrt zu unserem Stadthotel, wo wir die Zimmer beziehen und uns etwas ausruhen können, bevor wir uns die Hauptstadt anschauen.
Viele interessante Baudenkmäler liegen dicht beieinander in der Altstadt, sodass wir mit einem schönen Spaziergang die Sehenswürdigkeiten erkunden können. Zuerst geht es durch den Park über die Friedensbrücke zum Puppentheater mit seiner einzigartigen Architektur.
Von der Metheki-Kirche und dem Reiterstandbild des Stadtgründers Wachtang Gorgassali geht es per Seilbahn hinauf zur Narikala-Festung mit phantastischem Ausblick über die Altstadt von Tbilissi und weiter zum Bäderviertel.
Beim Begrüßungsabendessen in einem typisch georgischen Restaurant haben wir die Möglichkeit, die traditionelle georgische Polyphonie zu genießen. Die Stimmführung und Harmonie des georgischen Gesangs sind weltweit einzigartig!
Übernachtung im Brim Hotel.
3. Tag: Höhlenkloster und Weinprovinz
Heute fahren wir östlich, nach Kachetien - in das bekannte Weinanbaugebiet Georgiens.
Aber zuerst geht es nach Davit Garedscha, einem Höhlenkloster aus dem 6. Jhdt. in der stark zerklüfteten Halbwüste an der Grenze zu Aserbaidschan gelegen. Dieser Ort ist für seine wilde Natur mit seltenen Pflanzen und Tieren, v.a. aber für die gut erhaltenen Wandmalereien in den alten Felsenkirchen bekannt.
Nach der Besichtigung geht es weiter über einsame Landstraßen und durch endlose Walnussbaumalleen durch die Weinprovinz Kachetien. Nach einem Besuch im Frauenkloster Bodbe erreichen wir die Stadt Sighnaghi, deren verwinkelte Gassen und Bauten im klassischen italienischen Stil zu einem Spaziergang einladen.
Abends sind wir zum Abendessen und einer Weinverkostung auf einem Bauernhof mit rustikalem Weinkeller eingeladen. Im Gespräch mit dem Weinbauern erfahren wir mehr über das ländliche Leben.
Fahrt: ca. 220 km, ca. 5 Std. gesamt
Übernachtung im Brigitte Hotel.
4. Tag: Über die Georgische Heerstraße in den Großen Kaukasus
Heute verlassen wir Kachetien und fahren zuerst in die frühere Hauptstadt Mzcheta, noch heute religiöses Zentrum Georgiens mit der Dshwari Kirche (6. Jh.) und der Swetizchoveli Kathedrale (11. Jh.).
Entlang der Georgischen Heerstraße geht es dann durch ein landschaftlich sehr reizvolles Gebiet nach Norden in höhere Lagen des Großen Kaukasus nach Gudauri. Unterwegs besuchen wir die Wehrkirche Ananuri (17.Jh.) mit herrlichem Blick auf den Stausee Schinwali.
Weiterfahrt zum Kasbek, dem dritthöchsten Berg Georgiens, und zur wilden Dariali-Schlucht nahe der russischen Grenze. Nicht weit von der Grenze unternehmen wir eine wunderschöne Wanderung zu im Wald versteckten Wasserfällen.
Wir essen bei einer einheimischen Familie zu Abend.
Wanderung: Gehzeit ca. 2 Std., ca. 6 km, Höhenmeter: +
- 200 Hm, leicht
Fahrt: gesamt ca. 280 km, 4,5 Std.
Übernachtung in der Nini Pension.
5. Tag: Wanderung beim Dorf Dschuta
Fahrt durch das Sno-Tal bis zum Bergdorf Dshuta, einem der höchstgelegenen ganzjährig bewohnten Dörfer Europas. 6-7 Monate im Jahr ist das Dorf von der gesamten Welt abgeschnitten und pflegt sein urwüchsiges Dasein.
Von hier aus beginnt unsere heutige Wanderung. Bei guten Wetterverhältnissen ist bereits der imposante 3.842 m hohe Berg Tschauchebi zu sehen, dem wir im Laufe der Wanderung auch immer näher kommen.
Zuerst geht es relativ steil bergauf, danach am Fluss entlang durch das grüne Tal. Immer wieder öffnet sich ein toller Blick auf Blumenwiesen - die Vielfalt der Pflanzen ist beeindruckend. Im Juni und Juli blüht hier Rhododendron auf den Wiesen, so sieht die ganze Gegend zauberhaft aus.
Fahrt: ca. 15 km, 1 Std. retour
Wanderung: 12 km, Gehzeit ca. 4-5 Std., +
- 450 Hm.
Übernachtung in der Nini Pension.
6. Tag: Wanderung zur Gergeti Kirche
Heute unternehmen wir eine schöne Wanderung zur Gergeti Kirche am Berg Kazbek gelegen. Durch das Dorf Gergeti wandern wir hinauf zu der auf 2.170 m Höhe gelegenen Zminda Sameba Kirche (Dreifaltigkeitskirche), auch Gergeti-Kirche genannt. Wer möchte, kann noch ein Stück weiter nach oben Richtung Gergeti-Gletscher wandern. Von hier schauen wir hinab in das Tal des Terek und auf die Siedlung Kasbek. Wenn das Wetter mitspielt, kann man einen Blick auf einen der höchsten Gletscher im Kaukasus - den Kasbeg (5.047m) erhaschen.
Wanderung: Gehzeit ca. 4-5 Stunden, ca. 15 km, Höhenmeter: +
- 500 Hm, anspruchsvoll bergauf und bergab, teilweise unbefestigter Weg
Wir sind heute bei einer georgischen Familie eingeladen! Hier werden wir das berühmte georgische Chinkali und
oder Khachapuri zubereiten - sehr traditionelle Gerichte des Landes. Anschließend wird das selbst zubereitete beim Abendessen gemeinsam verspeist.
Übernachtung in der Nini Pension.
7. Tag: Höhlenstadt Uplisziche und Georgischer Wein
Heute fahren wir anfangs südlich auf der Georgischen Heerstraße und dann weiter entlang der alten Seidenstraße in die Kartli-Region zur Stadt Gori, dem Geburtsort Stalins. Wir besuchen die Höhlenstadt Uplisziche aus dem 1.Jt.v.Ch.), durch die ein Zweig der legendären Seidenstraße führte. Die Stadtstruktur mit mehreren Straßen, einem Theater und Palästen ist noch heute gut nachvollziehbar.
Im Anschluss kehren wir bei einem Familienweingut ein, dessen Winzer seit vielen Jahren alte heimische Traubensorten wieder anbaut und biologische Weine nach Georgischer Methode herstellt. Mittagessen und Weinverkostung.
Nachmittags geht es weiter nach Westen in die Provinz Imeretien, zur zweitgrößten Stadt des Landes - Kutaissi.
Hier besuchen wir eine Familie, bei der wir die Produktion und Herstellung von Qvevri Weinkrügen sehen können.
Den Abend haben wir zur freien Verfügung in der Stadt Kutaissi.
Fahrt: 350 km, ca. 5-6 Std.
Übernachtung im King David Hotel.
8. Tag: Akademie von Gelati
Heute unternehmen wir einen sehr beeindruckenden Besuch bei der Kirche Motsameta am Rande der Schlucht am Fluss Rioni sowie dem wunderschönen Gelati-Klosterkomplex (12.Jh.) mit der dazugehörigen Akademie (UNESCO-Weltkulturerbe).
Beim Kloster Gelati sprechen wir mit einem der Priester über den Glauben der Georgier und die Georgische Religion allgemein.
Am Nachmittag können wir den berühmten traditionellen Markt für Lebensmittel in Kutaissi besuchen.
Fahrt ca. 30 km, ca. 40 Min. gesamt
Übernachtung im King David Hotel.
9. Tag: Martvili Canyon und auf nach Swanetien!
Fahrt nach Martvili und Besuch des Martvili Canyons. Der 700 Meter lange Rundwanderweg beginnt am Besucherzentrum und führt über den historischen Weg von Dadiani. Es gibt 2 Brücken, 3 schwimmende Plattformen, eine 30-stufige historische Treppe, die aus Kalkstein-Aufzügen gebaut wurde. Ein Teil des Canyons oberhalb des Besucherzentrums kann mit dem Schlauchboot befahren werden. Kurze Bootsfahrt im Canyon (ca. 15 min.).
Anschließend beginnt der aufregendste Teil unserer Reise - die Tage in Swanetien, das durch seine einzigartige Hochgebirgslandschaft und lebendigen Traditionen bekannt ist. Weiterfahrt nach Mestia.
Fahrt: gesamt ca. 270 km, ca. 5 Std.
Übernachtung im Old Mestia Guesthouse.
10. Tag: Das höchste Dorf und der höchste Berg Georgiens
Fahrt nach Uschguli, dem höchsten dauerhaft besiedelten Ort in Europa. Hier vereinen sich hohe Berge, Wehrtürme und swanische Traditionen zu einem Gesamtkunstwerk. Wir spazieren durch das Dorf und besuchen die Lamaria Kirche (12. Jh.), in deren Hintergrund sich der ewig weiße Berg Schchara (5.068 m) erhebt.
Der Wanderweg führt uns am Hang des Schchara hinauf zu grünen Wiesen und Felsen.
Mittagessen bei einer einheimischen Familie, bei der wir die swanische Spezialität Kubdari essen werden!
Am Nachmittag unternehmen wir eine weitere zweistündige Wanderung zu den Ruinen der Sommerresidenz der Königin Tamara. Von hier genießen wir den grandiosen Blick auf den Schchara!
Wanderung: Gehzeit gesamt ca. 4-5 Std., ca. 12 km, +
- 450 Hm, moderat
Fahrt: ca. 46 km, 2 Std. retour
Übernachtung im Old Mestia Guesthouse.
11. Tag: Zu den Uschba-Wasserfällen
Kurze Fahrt in die benachbarte Ortschaft Schichra. Hier beginnt unsere anfangs einfache, später recht anspruchsvolle Wanderung zu den malerisch an einer Felskante herabstürzenden Wasserfällen. Es geht entlang des Flusses Dolra und durch zauberhafte dunkle Tannenwälder, später dann in der Zone der alpinen Matten und Krummhölzer auf schmalen Pfaden auf einen Bergsattel unmittelbar bis an den Rand des Gletschers. Wer sich den Steilanstieg auf den letzten Metern sparen möchte, kann an einem schönen Aussichtspunkt in den Bergwiesen eine längere Rast einlegen, die Gipfelstürmer kommen an diesem Punkt wieder zurück.
Am Nachmittag besuchen wir das Historisch-Ethnographische Museum im Zentrum der Stadt Mestia.
Wanderung: Gehzeit ca. 5-6 Std., ca. 12 km, +
- 980 Hm, anspruchsvoll
Fahrt: ca. 40 km, 1 Std. retour
Übernachtung im Old Mestia Guesthouse.
12. Tag: Naturschutzprojekt, Staudamm und Kurort
Morgens haben wir ein Gespräch mit einem Mitarbeiter des pronatura-Naturschutzprojektes, das sich gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung für die Errichtung des Samegrelo Nationalparks zum Schutz der einzigartigen Natur einsetzt.
Auf unserem Weg nach Bordschomi machen wir dann den ersten Stopp am Enguri-Staudamm mit der höchsten Bogenstaumauer der Welt. Das Wasserkraftwerk wurde in den achtziger Jahren gebaut und ist heute noch Hauptenergielieferant des Landes.
Weiterfahrt zum Kurort Bordschomi, der völlig in Wäldern versteckt liegt. Die Stadt ist bekannt für ihre Mineralquellen, die wir natürlich auch besuchen werden.
Fahrt: 350 km, gesamt ca. 5-6 Std.
Übernachtung im Terrace Borjomi Hotel.
13. Tag: Höhlenstadt Wardsia, Forellen und Käse
Heute unternehmen wir einen ganztägigen Ausflug und besichtigen die Höhlenstadt Wardsia, die komplett in Felsen geschlagen ist. Gut 500 Meter ragt eine Felswand über den Fluss Mtkwari, in der einst über 2.000 Höhlenwohnungen mit Treppen, Galerien und Terrassen verbunden waren. Errichtet wurde sie im Goldenen Zeitalter Georgiens im 12. Jahrhundert. Mit ihren Terrassen und dem Abwassersystem, mit Apotheken und Tunneln ist die Höhlenstadt einfach faszinierend. Sehr beeindruckend ist die kunstvoll restaurierte, aus Stein gehauene Kirche mit wunderschönen Fresken. Unterwegs halten wir für einen kurzen Fotostop bei der Khertvisi Festung.
Zum Mittagessen gibt es in der Nähe der Klosteranlage am Ufer des malerischen Flusses typische georgische Spezialitäten wie Schaschlik-Forellen-Spieße.
Vor der Rückfahrt nach Bordschomi Besuch einer Käsefabrik, wo wir sehen können, wie der georgische Käse hergestellt wird.
Fahrt: ca. 220 km, ca. 3 Std.
Wanderung: Gehzeit ca. 2-3 Std., ca. 8 km, +
- 200 Hm, moderat
Übernachtung im Terrace Borjomi Hotel.
14. Tag: Von den warmen Quellen zurück zur Hauptstadt
Heute unternehmen wir eine schöne Wanderung durch den dichten Wald des Nationalparks hinunter in die Schlucht zu den warmen Quellen. Hier haben wir Zeit für ein Bad in den gesunden Oasen. Danach führt der Weg uns weiter durch den Wald von Bordschomi.
Am Nachmittag geht es dann wieder zurück nach Tbilissi.
Abschieds-Abendessen bei einer georgischen Familie. Wir werden in einem schönen Blumengarten, im Schatten kaukasischer Bäume essen, ein tolles Erlebnis!
Wanderung: Gehzeit ca. 2-3 Std., ca. 8 km, +
- 250 Hm, moderat
Fahrt: 160 km, ca. 2 Std.
Übernachtung im Brim Hotel.
15. Tag: Heimreise
Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland. Willkommen daheim!
2.099
Zusätzliche Info
Einzelzimmerzuschlag: 490,-
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