01.03.2013 bis 15.03.2013
Reisetitel wie „Perle der Karibik“, „Naturparadies Kuba – Karibik pur“ oder „Havanna, Sehnsucht, Lebensfreude“ spiegeln perfekt wider, was man bei einer Reise nach Kuba erleben kann. Wir, eine Gruppe von 13 Personen, haben uns auf den Weg gemacht, diese karibische Perle endlich zu entdecken.
Unser Abenteuer begann am 1. März 2013, frühmorgens um 6 Uhr, bei etwa 5 Grad Celsius am Siegburger Bahnhof. Eingehüllt in mehrere Schichten Kleidung freuten wir uns auf das karibische Klima. Mit einem Nonstop-Flug der Condor von Frankfurt nach Havanna, der 11 Stunden dauerte, landeten wir am Nachmittag gegen 15 Uhr Ortszeit in Havanna.
Havanna empfing uns jedoch zunächst mit dicken Wolken, 19 Grad Celsius und stürmischen Windböen. So bekamen wir schon einen ersten Eindruck davon, wie es in der Karibik während der Hurrikansaison sein kann. Nach unserer ersten Übernachtung in Havanna, die uns etwas mit der Zeitumstellung kämpfen ließ, war die Stimmung am nächsten Tag jedoch schon viel besser. Zwar war das Wetter immer noch nicht ideal, doch nach einem ersten geführten Stadtrundgang stieg unsere Vorfreude auf das bevorstehende Abenteuer.
Unsere Reise führte uns anschließend ins Viñales-Tal, westlich von Havanna. Während der gesamten Reise stand uns ein Begleitbus zur Verfügung, der sowohl uns als auch unsere Fahrräder transportierte. So konnten wir jederzeit in den Bus steigen, wenn wir Teile der Strecke nicht mit dem Rad fahren wollten. Begleitet wurden wir von einem deutschen Reiseleiter, der sich vor allem um die Räder kümmerte, sowie einem kubanischen Reiseleiter und unserem Busfahrer Ernesto – beide wurden schnell zu „Perlen der Karibik“ für uns.
Da es in kubanischen Hotels in der Hochsaison oft zu Überbuchungen kommt, musste der ursprüngliche Reiseverlauf leicht angepasst werden. Unsere Tour begann im Viñales-Tal, wo wir die ersten drei Nächte in der Rancho San Vicente verbrachten – einem kleinen Paradies. Jeder hatte seinen eigenen Bungalow, und es gab einen Pool, der bei wärmerem Wetter sicherlich verlockend gewesen wäre. Doch das Wetter war für Kuba ungewöhnlich kühl, und wir froren vor allem nachts. Der erhoffte karibisch blaue Himmel ließ noch auf sich warten.
Trotz der kühlen Temperaturen hatten wir Glück, dass wir während der ersten Radetappen trocken blieben. Die ersten Abende verbrachten wir bei köstlichem Essen in einem benachbarten Paladar und genossen Mojitos, Daiquiris und Fruchtsäfte, die in Deutschland undenkbar wären. Unsere Radtouren führten uns durch das wunderschöne Viñales-Tal. Trotz steilerer Bergetappen als erwartet meisterten wir alle Strecken – notfalls auch mit dem Rad schiebend! 🙂
Unsere Reise führte uns weiter nach Soroa, San Diego de los Baños, an der berühmten Schweinebucht vorbei nach Cienfuegos, wo wir den ersten karibischen Strand erlebten und im Meer badeten. Es ging weiter nach Trinidad, durch das Tal der Zuckermühlen und hinauf in die Sierra de Escambray, mitten durch den Urwald bis nach Manicaragua. Von dort setzten wir unsere Reise nach Santa Clara fort. Nach einem Besuch des Mausoleums von Che Guevara fuhren wir durch das tropische Yumuri-Tal. In Havanna angekommen, machten wir eine letzte Radtour durch die Stadt, die wir mit einem Festessen in einem ehemaligen Palacio beendeten.
Ein weiterer Tag in Havanna bot uns die Gelegenheit zu individuellen Erkundungen, bevor wir am 15. März 2013 von Kuba Abschied nahmen.