1. Tag: Anreise
Linienflug zum Kilimanjaro Airport.
2. Tag: Ankunft in Moshi
Karibuni! Herzlich willkommen in Tansania! Wir kommen am Kilimanjaro
International Airport an, werden abgeholt und fahren nach Moshi ins Hotel. Am
Nachmittag werden wir für die bevorstehende Kilimanjaro-Besteigung gebrieft und
haben Zeit, unser Berggepäck umzupacken, bzw. wir haben bereits zu Hause das
Berggepäck in eine kleine separate Tasche gepackt. Maximal 12 kg pro Person
inkl. Liegematte und Schlafsack werden von den Trägern transportiert. Zum Schutz
der Träger wird dies von der Nationalparkbehörde kontrolliert. Das restliche
Gepäck können wir abgeschlossen bei der Agentur vor Ort
lassen.
3. Tag: Wanderung von Nalemoru zum Simba Camp
Nach dem Frühstück fahren wir auf guter Straße um den Berg herum nach Nalemoru nahe der kenianischen Grenze, dem Ausgangspunkt der Bergbesteigung. Hier erwartet uns bereits unsere Begleitmannschaft, die aus mehreren Trägern, einem Koch, einem Assistant Guide und einem Guide besteht. Die Größe der Mannschaft ist abhängig von der Gruppengröße. Wir registrieren uns im Bergbuch und dann wandern wir los. Der erste Teil der Strecke führt an Feldern vorbei, an die sich auf dieser Seite des Berges der sehr schmale Regenwaldgürtel anschließt. Wir gehen sanft bergauf. Ohne große Anstrengung erreichen wir die Baumgrenze und das Simba Camp (2.625 m). Meist stehen die Zelte schon und die Mannschaft erwartet uns mit einem heißen Tee. Wer möchte, kann nachmittags noch ein Stückchen weiter bergauf gehen - bitte mit dem Guide absprechen.
4. Tag: Wanderung zum Kikelewa Camp
Die zweite Etappe führt durch das Hochmoor hinauf zur zweiten Kikelewa-Höhle (ca. 3.480 m), wo wir etwas Warmes zu Mittag essen. Der heutige Tag ist ein bisschen anstrengender als der gestrige, wir wandern länger und die Etappe verläuft steiler. Wir verlassen den Hauptweg und folgen einem kleineren Pfad in Richtung des zerklüfteten Gipfels des Mawenzis. Am Nachmittag erreichen wir das Kikelewa Camp (3.630 m) in der Nähe eines kleinen Bachs und können die grandiose Aussicht auf die östliche Flanke des Kibo, des höchsten Vulkans des Massivs, genießen. Hinsichtlich der Höhenanpassung ist es auch heute sehr ratsam, noch ein Stück aufzusteigen.
5. Tag: Wanderung zum Mawenzi Tarn Camp
Wir setzen unseren Aufstieg zum Mawenzi Tarn Camp (4.310 m) fort. Wir gehen heute zwar nicht lang, dafür aber steil an einem Grashang bergauf. Die Aussicht auf das Wildnisgebiet ist traumhaft. Je höher wir kommen, desto mehr verändert sich die Heidelandschaft, weicht allmählich der alpinen Wüstenzone und der Weg wird steiniger. Angekommen am Fuße des Mawenzi (5.148 m) erholen wir uns an einem kleinen See und essen zu Mittag. Wer möchte, kann mit dem Guide vom Camp aus noch ein Stück weiter wandern - wegen der Höhenanpassung, wie immer, sehr empfehlenswert.
6. Tag: Wanderung über den Kibo-Sattel zur School Hut
Wir starten zeitig und wandern, nach kurzer Steigung über den Kibo-Sattel, lange durch die karge Landschaft in Richtung Kibo Hut. Noch bevor wir diese sehen, zweigen wir rechts ab und gelangen über einen steilen Hang zur School Hut (4.715 m), unserem Tagesziel. Wir übernachten bei der Hütte in Zelten. Früh essen wir zu Abend und versuchen so viel Ruhe und Schlaf wie möglich zu bekommen, da wir kurz vor Mitternacht bereits wieder aufstehen, um uns für den Gipfeltag bereit zu machen.
7. Tag: Uhuru Peak - Reusch-Krater und Abstieg zum Horombo Camp
Nach einer kurzen Nacht, einem kleinen Frühstück mit Tee
Kaffee und ein paar
Keksen brechen wir kurz nach Mitternacht zum Gipfel auf. In den Rucksack packen
wir auch unsere Thermoskanne und insgesamt mindestens 3 Liter Flüssigkeit und
unsere Gipfel-Verpflegung mit Keksen, Nüssen und Schokolade. Spannung liegt in
der Luft, wenn es endlich losgeht! Zunächst queren wir diagonal von der Hütte
zur Hauptroute, die wir unterhalb der Hans Meyer-Höhle erreichen. Der Weg wird
immer steiler, die wenigen Kilometer ziehen sich in Serpentinen stundenlang
dahin, der insgesamt etwa sechsstündige Aufstieg führt über Asche und Geröll bis
zum 5.685 m hohen Gilman's Point. Hier genießen wir bei gutem Wetter den
Sonnenaufgang hinter dem schroffen Gipfelaufbau des Mawenzi. Nach kurzer Pause
und den obligatorischen Fotos vor dem Schild folgt die ca. 2-stündige Endetappe
entlang des Kraterrandes, meist über Lavasand und Geröll, zum 5.895 m hoch
gelegenen Uhuru Peak. Im Morgenlicht stehen wir auf dem Dach Afrikas und können
die Bedeutung des Namens Uhuru (Freiheit) erahnen. Wer noch ausreichend Energie
hat, kann über die Nordflanke in den weiten Kibo-Krater absteigen und nach einer
etwa 50-minütigen Etappe, vorbei am Crater Camp und dem Furtwängler-Gletscher
auf den Reusch-Krater aufsteigen (1,5 Std., 2 km, ↑ 50 Hm ↓ 150 Hm). Von hier
eröffnet sich uns eine Szene, die nur wenigen zuteilwird: Heiße Gase steigen aus
dem Schlot auf, während wir unweit der Schneefelder auf die weißliche Aschegrube
des schlafenden Vulkans blicken und je nach Aktivität und Windrichtung der
Geruch von Schwefel in der Luft liegt. Die Begehbarkeit des Reusch-Kraters
unterliegt den Wetterbedingungen und teils eisigen Temperaturen. Über die
Durchführung entscheidet die Reiseleitung und nach Fitnesscheck am Tag der
Gipfelbesteigung (in den Monaten von Juni bis Oktober ist das Wetter am
stabilsten und die Vorhersehbarkeit am höchsten). Der Abstieg erfolgt zurück via
Gilman's Point zur Kibo Hut, wo wir uns nach dem langen Tag stärken, bevor wir
zur Horombo Hut (3.720 m) absteigen, wo wir in Zelten
übernachten.
8. Tag: Abstieg zum Marangu Gate, Fahrt nach Moshi
Die letzte Etappe führt über die Mandara Hut (2.720 m) zum gleichnamigen Gate (1.860 m). Wir genießen den Abstieg durch den breiten Regenwaldgürtel. Der Wald bildet ein grünes Dach über uns, die Pflanzen wachsen üppig und hoch, nach den Tagen in der trockenen Steppe sind wir verzaubert von den vielen optischen Reizen. Schmetterlinge umflattern die Blüten, Flechten hängen von den Bäumen herab, wir überqueren gurgelnde Bäche und sehen vielleicht Affen, die in den Baumkronen hin und her springen. Am Gate wird nach erfolgreicher Besteigung die Urkunde ausgestellt, auch die Besteigung bis zum Gilman's, bzw. Stella Point wird als Besteigung des Kilimanjaro anerkannt und entsprechend honoriert. Wir verabschieden uns von der Begleitmannschaft und fahren nach Moshi ins Hotel. Wir freuen uns auf eine warme Dusche und vielleicht auf ein kühles Bier der Kilimanjaro-Brauerei.
9. Tag: Heimreise
Wer eine Verlängerung gebucht hat, startet heute in das Anschlussprogramm – entweder beginnt die Safari nach dem Frühstück oder die Badeverlängerung auf Sansibar. Für alle, die keine Verlängerung gebucht haben, steht heute die Heimreise an. Je nach Abflugzeit lässt sich der Vormittag ganz individuell gestalten: Wer möchte, kann die Umgebung des Hotels erkunden,
letzte Souvenirs besorgen oder einfach noch einmal die afrikanische Sonne genießen und die Erlebnisse der Besteigung in Ruhe Revue passieren lassen.
Anschließend werden wir von unserem Transfer abgeholt und zum Flughafen gebracht. Dort heißt es Abschied nehmen – ein letzter Blick auf den Kilimanjaro, bevor wir einchecken und die Heimreise antreten.
10. Tag: Rückflug nach Deutschland
Nach unserem Zwischenstopp kommen wir am frühen Morgen in Frankfurt an.