Die Insel aus Feuer und Eis ist eine der bewegendsten und eindrucksvollsten Flecken auf dieser schönen Erde! Wer die Natur liebt und für wen das warme Wetter nicht sooo wichtig ist, sollte zumindest einmal Island besucht haben. Danach hat man das Gefühl, an einem wichtigen Ort gewesen zu sein und wird die beeindruckenden Bilder nie vergessen. Dazu kommen die sympathischen Isländer und ihre ebenfalls beeindruckenden handwerklichen und technischen Errungenschaften, die Natur sanft für sich zu nutzen. Begriffe wie Vulkane, Eisgletscher, Geysire, Wasserfälle und Islandponys gehören zur Insel und jedes Naturphänomen davon ist absolut beeindruckend.
Sehenswürdigkeiten
Was gibt es auf Island zu sehen? Vielleicht am einfachsten mit dem sogenannten „Golden Circle“: die Highlights des Golden Circle befinden sich alle im Südwesten der Insel und sind in einer Woche bequem bereisbar. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören:
- Thingvellir Nationalpark: hier trifft die Eurasische Platte mit der Amerikanischen Platte zusammen, und dies ist als einziger Ort auf der Welt auf Island oberhalb des Meeres sichtbar. Jährlich entfernen sich die Platten ca. 20cm voneinander, so dass in der Mitte des Nationalparks ein immer breiter werdender Fluß entsteht. Die Amerikanische Platte ragt hoch auf und ist für Geologen, wie Historiker ein besonders interessanter Ort. Hier kam zu Zeiten der Wikinger das erste isländische Parlament Althing inmitten einer imposanten Felskulisse zusammen. Die beschlossenen Gesetze wurden anschließend auf dem Lögberg verlesen. Die Allmännerschlucht wurde auch als Kulisse bei Game of Thrones verfilmt.
- Geysir Strokkur: dieser zuverlässig ausbrechende Geysir ( alle 20 Minuten ) verspricht dir tolle Fotos und schießt ca. 25 Meter in die Höhe. Pass nur auf, nicht zu nahe heran zu gehen, sonst wird man nass.
- Wasserfall Gulfoss und Seljandsfoss: beide sind wieder wunderschöne Fotos wert – der Seljandsfoss donnert bis zu 60 Meter in die Tiefe und es bilden sich bei entsprechendem Wetter immer wieder Regenbögen darüber. Der Wasserfall Gulfoss besteht aus zwei Stufen – sehr beeindruckend! Bei beiden gilt aber: Vorsicht beim Betreten der Steine am Rande des Wasserfalls – alles ist nass und glitschig – Ausrutschgefahr!
- Die blaue Lagune bei Reijkjavik: ein Phänomen erwartete dich: das ganzjährig geöffnete geothermale Freibad zwischen Flughafen Keflavík und Reykjavík gelegen (rund 40 km südwestlich von Reykjavík Stadtmitte) bietet dir warmes heilendes Schwefelhaltiges Wasser – du möchtest nicht mehr hinausgehen, wenn du es einmal geschafft hast, hineinzugehen. Leider wurde 2024 das Gebiet durch Lava bedeckt – zur Zeit ist nicht absehbar, wann die Blaue Lagune wierder geöffnet werden kann.
- Stykkisholmur: Diese charmante Stadt liegt auf der Halbinsel Snæfellsnes und ist von malerischer Schönheit umgeben. Die Halbinsel ist für den Snæfellsjökull-Nationalpark und die angebliche Inspiration für Jules Vernes Roman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ bekannt.
- Rejkjavik: Die Landeshauptstadt selbst ist ein kulturelles Zentrum mit einer lebendigen Kunst- und Musikszene. Besucher können das beeindruckende Hallgrímskirkja, das Nationalmuseum Islands und das moderne Harpa-Konzert- und Konferenzzentrum erkunden.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Stadt Akureyri im Norden, und im Sommer kann man über die Ringstraße einmal um die ganze Insel fahren. Nähere Informationen zu allen Sehenswürdigkeiten findet man z.B. bei Wikivoyage: https://de.wikivoyage.org/wiki/Island
Weitere Informationen zu Anreise, Tipps etc.
Es gibt gute Flugverbindungen nach Kevlavik, dem Flughafen nahe bei Rejkjavik. Man kann Island wunderbar mit dem Mietwagen alleine bereisen. Von Rejkjavik aus kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit Tagesausflügen gut erreichen. Wenn man die gesamte Insel erkunden möchte, sollte man sich rechtzeitig vor der Reise um Unterkünfte kümmert. Besonders im Sommer kann es schon mal sehr eng werden mit freien Unterkünften: Island baut im Sommer die Schulen zu Besucherunterkünften um und es gibt somit nur eingschränkte Kapazitäten. Man kann individuelle Mietwagenrundreisen inklusive der Unterkünfte buchen. Darüber hinaus gibt es ein großes Angebot an geführten Rundreisen – u.a. auch als Zelttour.
Für Island braucht man Regenkleidung, eine leichte und eine warme Jacke, festes Schuhwerk und einen Rucksack, um z.B. die warme Jacke, Mütze und Handschuhe dort abzulegen. Denn man muss damit rechnen, dass das Wetter am Tag mehrfach umschwenkt. Meine Reise war im April – ich habe sämtliche Wetterarten in einer Woche auf der Insel erlebt. Einschließlich 20 Grad und Sonnenschein, sowie einen Schneesturm am gleichen Tag. Aber: es war egal – nach 2 Tagen war man so entspannt wie nie zuvor, wenn es um das Thema Wetter ging 🙂


